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Heidi Lederle

Töpferkurse

Schaffe Gegenstände ganz nach Deinen Vorstellungen.

Schnupperkurs: Drehen an der Scheibe

Schonmal mit dem Gedanken gespielt, Gegenstände nach deinen Vorstellungen aus Keramik an der Töpferscheibe zu fertigen?

In diesem Kurs gebe ich dir einen Einblick in die Welt des Töpferns. Wir starten mit dem Tonschlagen und beenden den Kurs mit dem Abdrehen deiner Kreationen. Weiter unten habe ich die einzelnen Schritte näher erläutert, falls du Interesse hast.

Wir töpfern drei Unterrichtsstunden à 45 Minuten an der Scheibe im Einzelunterricht. Töpfern ist anstrengend, daher machen wir zwischendurch noch eine Pause von 15 Minuten. Damit erstreckt sich der Kurs über eine Dauer von zweieinhalb Stunden.

Nach dem Kurs müssen die Gegenstände erstmal trocken, bevor sie gebrannt werden. Ich übernehme das Brennen und Glasieren und informiere Dich, wenn Du zur Abholung vorbeikommen kannst. Alternativ, kannst du auch einen zweiten Termin buchen, um Deine Gegenstände selbst zu glasieren.

Kurszeiten

So läuft der Kurs ab

Aufbereitung des Tones

Ton kann man in plastischer Form, das heißt weich, feucht und gebrauchsfertig, kaufen.

Meistens ist er in Plastiksäcken verpackt, damit er feucht bleibt.

Dieser verbrauchsfertige Ton muss vor Arbeitsbeginn behandelt werden.

Roher Ton in Säcken.
Geschlagener Ton.

Tonschlagen

Die bekannteste Methode zum Behandeln des Tons ist das Tonschlagen.

Durch das Schlagen wird Luft entfernt und die Masse wird homogener. Der Ton wird kräftig aufeinandergeschlagen, umgedreht und auf die Seite gelegt. Bevor er mit einem Draht in zwei Hälften geschnitten wird, glättet man die Oberfläche, damit keine Vertiefungen bleiben, die Luftblasen einschließen können. Dann schlägt man die abgeschnittene obere Hälfte mit der Schnittfläche nach vorne auf die untere Hälfte. Das Ganze wird wieder umgedreht und zur Seite gelegt. Diesen Ablauf wiederholt man so lange bis der Ton in einem guten Zustand ist.

Tonkneten

Eine weitere Hauptmethode des Aufbereitens ist das Tonkneten.

Da beim Tonschlagen der Masse Wasser entzogen wird, ziehen manche Töpfer das Tonkneten dem Tonschlagen vor.

Es ist wichtig, den gesamten Ton mit dem Tisch (der meist aus Holz oder einem anderen absorbierenden Material besteht) in Berührung zu bringen.

Das Kneten ist eine rhythmische Bewegung beider Hände, welche die Innenseite des Ton Klumpens nach außen drücken. Auch hier wird die Masse ständig gedreht.

Es gibt zwei Knetmethoden, bei der einen formt man eine Ton Rolle und bei der etwas Schwierigeren eine Spirale. Ziel ist es, dass die Luftblasen zerplatzen, während der Ton ständig gedreht und zusammengedrückt wird.

Gekneteter Ton.
Ergebniss nach dem Zentrieren.

Zentrieren

Auf das Drehen sollte man sich geistig einstellen.

Zu einem ernsthaften Studium benötigt man Konzentration und Disziplin.

Bevor man sich an die Formgebung wagt, muss der Ton zentriert werden. Das zentrieren ist für den Anfänger sehr schwierig. Durch die Verwendung von weichem, gut durchgearbeitetem Ton erspart man sich viel Kummer.

Durch gleichmäßigen Druck der Hände von oben und zur Mitte, unter ständiger Zugabe von Wasser, zentriert man den Ton.

Durch den zur Mitte gerichteten Druck wird der Ton zum Kegel, durch den Druck von oben wird er wieder flachgedrückt. Lufteinschlüsse sollte man dabei vermeiden. Diesen Prozess wiederholt man so lange bis man fühlt, dass der Tonklumpen genau in der Mitte ist.

Aufbrechen

Ist der Tonballen gut zentriert, beginnt man mit dem Aufbrechen. Das Öffnen erfolgt mit einem oder zwei Fingern der rechten Hand in der Mitte des Tonballens. Dieser Vorgang wird von der linken Hand unterstützt.

Eine weitere Methode ist das Öffnen des Tonballens mit dem rechten Daumen und die andere Hand umschließt den Ton.

Auch kann man den Tonballen mit allen Fingern der rechten Hand öffnen, unterstützt von der linken Hand.

Nach dem Aufbrechen formt man beim Zylinder einen flachen Boden, und kontrolliert die Dicke des Bodens mit einer Nadel. Man muss dann mit der Geschwindigkeit der Töpferscheibe heruntergehen, bevor man den Ton hochzieht.

Für eine Schale formt man einen konkavförmigen Boden.

Ton nach dem Aufbrechen.
Hochgezogener Ton.

Hochziehen

Es gibt beim Drehen zwei Grundformen, auf denen alle anderen Formen basieren: Schale und Zylinder.

Hochziehen nennt man den Vorgang, wenn die Finger der linken Hand im Gefäßinnern, die der rechten Hand außen (etwas tiefer platziert als die Finger innen), mit gegenseitigem Druck den Ton hochziehen. Man kann beide Hände, indem sie sich berühren und gegenseitig stützen, gleichmäßig nach oben bewegen.

Formen

Hat das Gefäß die gewünschte Höhe kann man mit der Gestaltung der Form beginnen. Zum Weiteröffnen wird mit den Fingern der linken Hand die Wandung nach außen gedrückt, während die äußere Hand von außen die Gefäßwandung stützt.

Fertiges Objekt nach dem Formen.
Getrockneter Krug.

Abdrehen / Versäubern

Am Ende des Drehvorgangs hast du dein fertiges Gefäß. Manchmal ist es notwendig, dass man das Gefäß noch abdreht. Das ist dann notwendig, wenn die Bodenplatte zu dick ist. Man hat zwei Möglichkeiten: nach dem Drehen kann man den Boden mit einer dünnen Metallschiene versäubern und glätten oder mit einem Fuß versehen.

Das geht so: Im lederharten Zustand wird das Gefäß mit dem Boden nach oben auf den Scheibenkopf gestellt, nochmals zentriert und befestigt. Überschüssiger Ton wird mit Abdrehwerkzeugen, einer Abdrehschlinge oder Winkelabdreheisen abgetragen und das Gefäß bekommt einen Standring.

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Über Mich

Ich bin Heidi Lederle und ausgebildete Keramikerin bzw. Scheibentöpferin. 1984 machte ich meine Meisterprüfung im Keramiker Handwerk.

Ich gründete 1985 ein Töpferstudio, in dem ich Gebrauchsgeschirr aus Steinzeug herstellte und im Gasofen bei reduzierender Atmosphäre brannte.

Seit 2017 habe ich mich auf die Fertigung von Unikaten aus Porzellan spezialisiert.

Ich möchte mein Wissen und meine Kenntnisse gerne weitergeben. Deshalb biete ich aktuell Einzelkurse an der Töpferscheibe an.

Mein Angebot

Porzellan selbst erleben und schöpferisch aktiv werden. Nehme an einem meiner Kurse teil und lasse Deiner Vorstellungskraft freien Lauf:

Hochwertige und künstlerische Porzellanwaren verkaufe ich lokal in meinem Studio.

Copyright © 2022 Heidi Lederle
Entwickelt und Betrieben von  Marcel Mittenbühler IT